{"id":162,"date":"2017-10-21T22:09:45","date_gmt":"2017-10-21T20:09:45","guid":{"rendered":"https:\/\/mirjambitter.de\/?page_id=162"},"modified":"2017-10-27T10:44:46","modified_gmt":"2017-10-27T08:44:46","slug":"gedaechtnis-und-geschlecht","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/mirjambitter.de\/index.php\/veroeffentlichungen\/wissenschaft\/gedaechtnis-und-geschlecht\/","title":{"rendered":"Ged\u00e4chtnis und Geschlecht. <br \/>Darstellungen in der neueren j\u00fcdischen Literatur in Deutschland, \u00d6sterreich und Italien"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_148\" style=\"width: 250px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-148\" class=\"wp-image-148 size-full\" src=\"https:\/\/mirjambitter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/cover-mirjam-bitter-gedaechtnis-und-geschlecht.png\" alt=\"Buchcover: Mirjam Bitter &quot;Ged\u00e4chtnis und Geschlecht&quot;\" width=\"240\" height=\"378\" srcset=\"https:\/\/mirjambitter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/cover-mirjam-bitter-gedaechtnis-und-geschlecht.png 240w, https:\/\/mirjambitter.de\/wp-content\/uploads\/2017\/10\/cover-mirjam-bitter-gedaechtnis-und-geschlecht-190x300.png 190w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><p id=\"caption-attachment-148\" class=\"wp-caption-text\">\u00a9 Wallstein Verlag, Umschlag\u00adgestaltung: Susanne Gerhards <br \/><a href=\"http:\/\/www.wallstein-verlag.de\/9783835318373-mirjam-bitter-gedaechtnis-und-geschlecht.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zum Buch auf der Verlagshomepage &#8230;<\/a><\/p><\/div>\n<p>Dissertation an der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen, eingereicht im M\u00e4rz 2013, verteidigt im Oktober 2013, erschienen im Januar 2016 im Wallstein Verlag, 584 S., gebunden mit Schutzumschlag, ISBN: 978-3-8353-1837-3<\/p>\n<h3>Abstract<\/h3>\n<p>Seit den 1990er-Jahren erleben wir, ausgel\u00f6st vor allem durch die Tatsache, dass die letzten Zeitzeug*innen der Schoa nach und nach sterben, eine Konjunktur des Erinnerungsdiskurses. Die Brisanz der Erinnerung liegt in ihrer identit\u00e4tsstiftenden Funktion. Identit\u00e4t wiederum ist immer schon geschlechtercodiert.<\/p>\n<p>Das Dissertationsprojekt besch\u00e4ftigte sich mit den Funktionen der Kategorie Geschlecht in der Literatur j\u00fcdischer Autor*innen im deutschsprachigen Raum und in Italien, die nach der Schoa geboren wurden. Die Schoa-Literatur als \u00bbtransgenerationelle[s], zugleich aber auch geradezu transkulturelle[s] und transhistorische[s] Ph\u00e4nomen ist eine der bedeutendsten Traditionslinien der Literaturen ohne festen Wohnsitz\u00ab (Ette 2005). Die Studie nimmt so auch die neuere j\u00fcdische Literatur in Deutschland, \u00d6sterreich und Italien als transnationale in den Blick, ohne jedoch nationalliterarische Grenzziehungen g\u00e4nzlich auszublenden.<\/p>\n<p>Sowohl auf der Inhaltsebene als auch auf der Ebene der narrativen Struktur analysiert sie, welchen Einfluss herrschende Vorstellungen von M\u00e4nnlichkeit und Weiblichkeit etwa auf die Strukturierung literarisch vermittelter Ged\u00e4chtnisinhalte haben: Was wird \u00fcberhaupt erinnert? Und wie? Erinnerung funktioniert rekonstruktiv, d.\u00a0h., sie geht von heutigen Intentionen (was man gewesen sein will) und vom heutigen Bildfundus f\u00fcr die Darstellung der Erinnerung aus. Da die kulturell verf\u00fcgbaren Bilder und Metaphern geschlechtercodiert sind, beeinflussen Geschlechternormen mit, wie und was erinnert wird.<\/p>\n<p>Literatur kann einerseits, besser als offizielle Mahnmale, auch bislang marginalisierte Aspekte an die Oberfl\u00e4che bringen und zudem theoretische \u00dcberlegungen zur Ged\u00e4chtnisbildung mit einspielen. Andererseits kann sie tradierte Geschlechterstereotype auch erneut festschreiben.<\/p>\n<h3>Inhaltsverzeichnis<\/h3>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Einleitung 7<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">I. Grundannahmen, Analysebegriffe und Untersuchungsgegenstand 33<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">I.1 Die Rolle der Literatur in der Auseinandersetzung mit Ged\u00e4chtnis und Geschlecht 34<br \/>\nI.2 Ged\u00e4chtnis, Gedenken, Erinnerung, Erinnern und Vergessen 48<br \/>\nI.3 Geschlecht, Gender, Sex und Interdependenzen mit anderen Kategorien 56<br \/>\nI.4 Neuere j\u00fcdische Literatur in Deutschland, \u00d6sterreich und Italien 74<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">II. Interdependenzen zwischen Ged\u00e4chtnis und Geschlecht 109<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">II.1 Die soziale Dimension von Ged\u00e4chtnis und Geschlecht und deren gegenseitiger (Re-)Konstruktionscharakter in Doron Rabinovicis <cite>Ohnehin<\/cite> und Robert Schindels <cite>Geb\u00fcrtig<\/cite> 113<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">II.1.1 Literarische Ged\u00e4chtnismotive und deren soziale Bedingtheit 115<br \/>\nII.1.2 (Geschlechter-)Maskeraden und der Wunsch nach Demaskierung der Vergangenheit 126<br \/>\nII.1.3 \u00bb[A]uf Flora vergessen?\u00ab Zur geschlechtercodierten Legitimitat des Vergessens 149<br \/>\nII.1.4 Vielstimmiges Erinnern oder m\u00e4nnliche Rezentrierung? 163<br \/>\nSoziale Rahmungen, (Re-)Konstruktivit\u00e4t, Prozesshaftigkeit, Emotionalit\u00e4t, Selektivit\u00e4t und Pluralisierung 180<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">II.2 Geschlechtercodierte Ged\u00e4chtnismedien und -modi 194<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">II.2.1 Geschlechtercodierte Erinnerungsgegenstande in Gila Lustigers <cite>So sind wir<\/cite> 195<br \/>\nII.2.2 Weibliches Ged\u00e4chtnis, m\u00e4nnliche Geschichte? Inszenierungen als Chronistin in Gila Lustigers <cite>So sind wir<\/cite> und Eva Menasses <cite>Vienna<\/cite> 200<br \/>\nII.2.3 Geschlechtercodierte K\u00f6rper als Ged\u00e4chtnismedien in Esther Dischereits <cite>Jo\u00ebmis Tisch<\/cite>, Robert Menasses <cite>Die Vertreibung aus der H\u00f6lle<\/cite> und anderen Erz\u00e4hltexten 249<br \/>\nGeschlechtercodierte Medialit\u00e4t und Modalit\u00e4ten des Ged\u00e4chtnisses, Autorit\u00e4tsfragen und Ged\u00e4chtnisnachtr\u00e4ge 305<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">II.3 Erl\u00f6sungsfiguren? Geschlechtercodierte Ged\u00e4chtnis\u00admetaphern zwischen Entsakralisierungs\u00adabsicht und Sinnstiftungs\u00adtendenzen 336<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">II.3.1 M\u00e4nnliche Krisenfiguren vor und auf der Leinwand des Ged\u00e4chtnisses in Benjamin Steins <cite>Die Leinwand<\/cite>, Doron Rabinovicis <cite>Suche nach M.<\/cite>, Alessandro Pipernos <cite><span lang=\"it\">Con le peggiori intenzioni<\/span><\/cite> und Massimiliano Bonis <cite>La parola ritrovata<\/cite> 339<br \/>\nII.3.2 Der Schleier weiblicher Trauer- und Hoffnungsfiguren in Elena Loewenthals <cite>Attese<\/cite> 390<br \/>\nSubjekt-Objekt-Verh\u00e4ltnisse, Deckerinnerungen, Sinnstiftung und der Schamdiskurs zwischen Ged\u00e4chtnis und Geschlecht 464<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Schluss 495<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\">Anhang:<\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">Siglenverzeichnis 520<br \/>\nPrim\u00e4rliteratur 521<br \/>\nSekund\u00e4rliteratur 528<br \/>\nDank 578<br \/>\nWerkregister 583<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dissertation an der Justus-Liebig-Universit\u00e4t Gie\u00dfen, eingereicht im M\u00e4rz 2013, verteidigt im Oktober 2013, erschienen im Januar 2016 im Wallstein Verlag, 584 S., gebunden mit Schutzumschlag, ISBN: 978-3-8353-1837-3 Abstract Seit den 1990er-Jahren erleben wir, ausgel\u00f6st vor allem durch die Tatsache, dass die letzten Zeitzeug*innen der Schoa nach und nach sterben, eine [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":241,"parent":69,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-162","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mirjambitter.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/162","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mirjambitter.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/mirjambitter.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mirjambitter.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mirjambitter.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=162"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/mirjambitter.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/162\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":271,"href":"https:\/\/mirjambitter.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/162\/revisions\/271"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mirjambitter.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/69"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mirjambitter.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media\/241"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mirjambitter.de\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=162"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}